Thema: Wer hat die bessere Buchmesse?

Aaron1 - 28.12.2011 um 08:15

Das kommt dabei raus, wenn man sich um Nichtigkeiten streitet. Anstatt gemeinsam dafür zu sorgen, dass in Deutschland wieder mehr gelesen wird, geht es darum wer von beiden der bessere ist??? Dabei hat die Konkurrenz eine lange Tradition, von der beide profitiert haben.
Die Frankfurter Buchmesse hat eine mehr als 500-jährige Geschichte. Eine Buchmesse in Frankfurt am Main gab es schon in der frühen Neuzeit, nachdem Johannes Gutenberg in Mainz, nur wenige Kilometer von Frankfurt entfernt, den Buchdruck revolutioniert hatte und die Buchdrucker Johannes Fust, Peter Schöffer und Konrad Henckis die Frankfurter Messe zum Umschlagsort des den Handschriftenhandel ablösenden Verlagsbuchhandels machten.
Bis in die Zeit des späten 17. Jahrhunderts blieb Frankfurt am Main die zentrale Buchmesse-Stadt Europas. Als Folge politischer und kultureller Umwälzungen, nicht zuletzt durch die Kontrolle durch die Kaiserliche Bücherkommission, übernahm die Leipziger Buchmesse in der Zeit der Aufklärung die Rolle Frankfurts. Erst zwei Jahrhunderte später in Folge der Teilung Deutschlands lebte die Buchmesse in Frankfurt wieder auf: 205 deutsche Aussteller versammelten sich vom 18. bis 23. September 1949 in der Frankfurter Paulskirche zur ersten Buchmesse der Nachkriegszeit.
Die Geschichte der Leipziger Buchmesse reicht bis in das 17. Jahrhundert zurück, 1632 überstieg die Zahl der vorgestellten Bücher erstmals die von Frankfurt am Main. Besonders im 18. Jahrhundert stellte Leipzig mit seinen Verlegern, wie beispielsweise Philipp Erasmus Reich, und Buchhändlern das Zentrum des modernen deutschen Buchhandels dar. Der Spitzenplatz der Leipziger Buchmesse blieb bis 1945 bestehen, erst danach wurde sie von der Messe in Frankfurt am Main überflügelt. Dennoch blieb die Buchmesse auch während der DDR-Zeit ein wichtiger Treffpunkt für Buchfreunde und Buchhändler aus Ost und West. Nach der Wende und dem Umzug vom Messehaus am Markt auf das neue Messegelände begann ein erneuter Aufstieg der Buchmesse mit bis heute beständigen Wachstumsraten.


DaveD - 2.2.2012 um 12:12

Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und hat sich zu einer Marke mit deutschlandweiter und europäischer Ausstrahlung entwickelt.
Anliegen der Buchmesse ist es, mehr Öffentlichkeit für das Buch zu schaffen.
Zu dem jährlich im März stattfindenden Ereignis treffen sich Verlage, Autoren, Leser und Journalisten.
Die Messe ist die perfekte Kommunikationsplattform und informiert umfassend über Neuerscheinungen sowie aktuelle und innovative Trends im deutschsprachigen und europäischen Markt.
Die Leipziger Buchmesse unterstreicht ihre Kompetenz als Autorenmesse.
Viele Autoren suchen über den Kontakt zum Leserpublikum hinaus Austausch und fachliche Anregung.
Besonders die Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung eröffnen in der Zusammenarbeit von Autoren und Verlagen neue Perspektiven.
Mit einem Fortbildungs- und Netzwerkangebot sollen diese Entwicklungen und Möglichkeiten ausgelotet und unterstützt werden.


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